Datum: 05.07.2016 Autor: Heiko

Der dritte Tag - 13.06.2016

Dauerregen. In den Bunkern wird es halbwegs trocken sein.. also gings los zur Bunker Tour rund um den Utah Beach.

  • Batterie Azeville - Utah Beach
  • Batterie Crisbecq - Utah Beach
  • Museum Liberte in Quinville
  • Schnappschüsse in der Normannischen Landschaft.
  • Utah Beach Memorial Monument Leclerc und Strand

Durch die Fotos im Artikel hoffe ich euch mit durch den Tag zu nehmen, mehr Bilder und in besserer Qualität sind sie auf meinen Flickr Account.


Batterie Azeville - Utah Beach

Bei absolutem Dauerregen kommen wir bei der Batterie Azeville an. Die Batterie Azeville war am Landungstag gemeinsam mit der Nachbarbatterie Crisbecq in schwere Kämpfe verwickelt.

Dabei wurde die Batterie laufend mit verschiedensten Kalibern beschossen. Dennoch sind die erkennbaren Schäden recht gering.

Die Batterie besteht aus vier Regelbauten des Typs 650, von denen einer eine Flakstand für 3,7 cm Flak trägt.

Ausgerüstet war die Batterie mit französischen Beutegeschützen vom Kaliber 10,5 cm. Seit kurzem erst wird diese Anlage als Museum benutzt. Dieses ist sehr Informativ und wird durch einen deutschen Audioguide unterstützt welcher im Eintrittspreis enthalten ist.

Schaut mal bei den Bildern, beim letzten seht ihr eine Granate welche es tatsächlich durch die Bunkermauer schaffte. Der Granatenkörper liegt noch an Ort und Stelle. Die 12 Mann welche in diesem Raum Schutz suchten, fanden durch die Druckwelle den sofortigen Tod.


Batterie Crisbecq - Utah Beach

Amerikanische Truppen der bei Utah Beach gelandeten 4. Invanderiedivision griffen die Batterie zwischen dem 6. und 12. Juni 1944 mehrfach an. Die Batteriebesatzung unter dem Kommando von Oberleutnant Walter Ohmsen leistete unter großen Verlusten erbitterten Widerstand. Am 8. Juni besetzten die Amerikaner einen Teil der Batterie. Die Deutschen zogen sich in die Bunker zurück und Ohmsen erbat von der Batterie von Azeville Feuer auf seine eigene Batterie, um den eingedrungenen Feind zu vertreiben. Dies gelang und die US-Soldaten zogen sich zurück. In der Nacht zum 12. Juni verließen die deutschen Soldaten die Batterie. Von 406 deutschen Verteidigern konnten sich nur noch 78 Mann absetzen.

Seit 2004 ist die Anlage mit ihren 21 Unterständen und Bunkern freigelegt und kann besichtigt werden.

 

Wenn ihr die Bilder des ersten Bunkers anseht: Keiner weiß genau was hier passierte. Fakt ist, das der Bunker übernommen wurde in kampffähigen Zustand. Irgendwie haben die Amerikaner es ausversehen geschafft das Munitionslager des Bunkers zur Explosion zu bringen. Das gesamte Dach hob ab.. zahlreiche Amerikaner starben. Ob es menschliches Versagen, oder eine Sprengfalle der Deutschen war:

keiner weiß es.

 


Museum Liberte in Quinville - Utah Beach

Eigentlich haben wir für heute genug. Genug von Bunkern und Museen. Vorallem von dem Wetter. Wir beschließen trotzdem einen Abstecher nach Quinville zu machen, wann wird man schon die Chance haben mal wieder in dieser Ecke zu sein?

Das Museum ist auch wirklich zu empfehlen. Sehr Informationsreich, und richtig gut aufgemacht. Es wird z.B. in einer Straßenszene das Leben während der deutschen Besatzung dargestellt.


Schnappschüsse in der Normannischen Landschaft.


Utah Beach Memorial Monument Leclerc und Strand

Kaum zu glauben. Die Sonne kommt raus. Jetzt gegen 17 Uhr haben wir das beste Wetter. Wir fahren nach Sainte-Marie-du-Mont. Hier ist neben dem Utah Beach Museum auch das Leclerc Denkmal. Wir spazieren am Strand, schauen uns um, und lassen das Museum voerst links liegen. Da haben wir heute keinen Bock mehr drauf. Es sieht jedoch sehr Interessant aus, auch der Strand und die Gegend ist wunderschön. Eigentlich verstörend angesichts dem, was sich hier abspielte. Wir beschließen innerhalb unseres Urlaubes diesen Ort nochmals zu besuchen. Im Cafe Roosevelt lassen wir bei einer Tasse Kaffe für 5 Euro (ah nein, sorry. 5,50 €. weil wer draussen sitzt, zahlt 10 Prozent Mehraufwand!) ausklingen.




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