Datum: 01.07.2016 Autor: Heiko

Der zweite Tag - 12.06.2016

Heute steht viel auf dem Programm.

  • Bernières-sur-Mer:
    • Besuch des Nachbardorfes und Erkundung des Juno Beaches.
  • Courseulles-sur-Mer:
    • Dorfspaziergang
  • Creully:
    • Von der Haupstraße aus sahen wir ein tolles Schloß, also machten wir nach Creully einen ungeplanten Abstecher.
  • Bayeux:
    • Museumsbesuch "Memorial 1944 Bataille de Normandie"
    • Besichtigen des Soldatenfriedhofs der Briten
    • Stadtspaziergang
    • Besuch der Kathedrale Notre-Dame
  • Schnappschüsse in der Normannischen Landschaft.
  • Besuch des Soldatenfriedhofes der Kanadier in Bény-sur-Mer.

Durch die Fotos im Artikel hoffe ich euch mit durch den Tag zu nehmen, mehr Bilder und in besserer Qualität sind sie auf meinen Flickr Account.


Bernières-sur-Mer

Bernières-sur-Mer ist eine kleine Gemeinde mit ca. 2400 Einwohnern. Viel zu sehen gibt es hier nicht, das Dorf ist jedoch sehr geschichtsträchtig. Es zählte zum Strandabschnitt des Juno Beaches an welchem die Kanandier zur Befreiung landeten. Der Strand war stark befestigt. Alleine 12.000 Minen wurden von den Deutschen ausgelegt. An diesem Tag landeten 11.000 Kanadier mit rund 2000 Fahrzeugen. Über 1000 Kanadische Soldaten sind gefallen, es waren neben dem Omaha Beach die schlimmsten Szenen welche sind am D-Day abspielten.


Courseulles-sur-Mer

Ein Dorf weiter kommen wir in Courseulles-sur-Mer an. Hier leben rund 4200 Einwohner. Das Dorf ist geprägt von einem grossen Yachthafen, jedoch auch von vielen Denkmälern zu Ehren der Befreier. Hier steht auch das Juno Beach Museum, welches wir jedoch nicht besuchten.


Creully

Von der naheliegenden Hauptstrasse sahen wir ein tolles Schloss, also fuhren wir kurzfristig ab um uns dieses anzusehen. Es handelte sich um das Schloss Creully. Hier wurde noch am Tage der Befreiung eine Rundfunkstation des BBC eingerichtet und am 8.Juni 1944 zog Feldmarschall Montgomery ein. Die Deutschen erfuhren davon und ließen das Schloss bombardieren. Das zwang Montgomery zwei Wochen später sein Haupquartier zu verlegen.


Bayeux

Wie durch ein Wunder wurde das 14.000 Einwohner zählende Bayeux von weitgehenden Zerstörungen verschont. Die deutschen Soldaten wurden nach Caen verlegt, so gab es hier keine Kampfhandlungen. Ein Museum in Bayeux befasst sich mit dem Tag der Befreiung, dem Leidensweg davor, und dem späteren Wiederaufbau. Gleich in der Nähe des Museums befindet sich der britische Soldatenfriedhof. Hier ruhen die sterblichen Überreste von 4.000 britischen und 181 kanadischen Soldaten. Dazu kommen die Gräber von Australiern, Neuseeländern, Südafrikanern, Polen, Russen, Franzosen, Tschechen, Italienern und Deutschen. Die britische Tradition gebietet es, Soldaten zusammen mit ihren Waffenbrüdern in der Nähe des Ortes zu bestatten, wo sie gestorben sind. Das erklärt, warum sich die britischen Soldatengräber an so zerstreut liegenden Orten befinden. Allein im Département Calvados gibt es neunzehn Soldatenfriedhöfe und fast einhundert Mahnmale.

Wenn man irgendwo die Normandie "spüren" will, dann kann man das hier sehr gut tun. Neben der wunderschönen Altstadt kann man die Kathedrale Notre-Dame besichtigen, oder: Einen 70 Meter langen Wandteppich. Der hat uns jedoch nicht die Bohne interessiert!

Nach kurzer Erholungspause in einem kleinen Straßenkaffee sollte die Fahrt wieder Richtung Campingplatz führen. Aber es kamen noch kurze Stops hinzu :)


Kleine Pause im Grünen

Ui! Kühe, viel Grün und ein Fluss. Da muss man einfach anhalten :) Übrigens: In der Normandie gibt es sehr sehr viele Kühe, hier kommt nämlich der Camembert her. Dieser ist durch seine Herstellung mit Rohmilch geschmacklich nicht mit unserem zu vergleichen. (Ein Traum).


Soldatenfriedhof der Kanadier

Auf dem Heimweg fuhren wir wirklich zufällig durch Bény-sur-Mer. Die kanadische Kriegsgräberstätte liegt oberhalb des Küstenabschnitts Juno Beach, wo die 3. kanadische Division am 6. Juni 1944 landete. Auf dem Friedhof liegen die sterblichen Überreste von über 2.000 kanadischen Soldaten, die in den ersten Wochen der Schlacht um die Normandie gefallen sind, insbesondere während des blutigen Zusammenstoßes mit der 12. SS-Panzerdivision „Hitlerjugend“ vor der Befreiung von Caen am 9 Juli. Wie auf anderen Kriegsgräberstätten des Commonwealth sind die hell leuchtenden Gräber in Reihen von Grabplatten angeordnet. Auf jeder Grabplatte sind die Nummer sowie der Vor- und Familienname des Soldaten, sein Alter, sein Rang, der Name seiner Einheit, sein Todesdatum sowie das Emblem seines Regiments (oder, falls nicht vorhanden, ein Ahornblatt für kanadische Bürger) eingraviert. Gegebenenfalls weist ein religiöses Symbol auf die Religionszugehörigkeit des Soldaten hin. Ihren Familien wurde die Möglichkeit gegeben, einen persönlichen Gedanken oder eine Botschaft hinzuzufügen. Diese gefühlvollen Worte illustrieren die Größe der menschlichen Tragödie, die den Tod jedes dieser Männer begleitete.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0