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London

Eine Woche Weiterbildung im Herzen Londons. Geil!

 

Das Angebot meines Arbeitgebers nahm ich gerne an.

Ab dem späten Nachmittag hatte ich durch die langen Sommernächte genug Zeit die Stadt zu erkunden.

 

- Auf mich wartete sagenhafte Architektur, einzigartige Straßenkunst und relativ unverhofft: Eine große Protestbewegung -

 

Ich habe die Tourimagneten weitgehend gemieden, ging meinen eigenen Weg.

Hierbei konnte ich tolle Orte besuchen, welche ich hier mit euch teilen möchte.

Streetart London
Streetart London

Straßenkunst und London, das gehört zusammen.

 

Ich Interessiere mir noch nicht lange für Straßenkunst. Habe keine Ahnung wer der Pro ist, wer der Noob. Hab evtl. noch kein Auge dafür was wirklich gut ist, oder was nur gut aussieht.

 

Aber ich habe meinen Spaß daran, und achte die Arbeiten der Straßenkünstler sehr.

 

Viele sagen meine Fotografie wäre Kunst.. ich bin der Meinung das ist sie nicht.

 

- Ich halte immer nur fest, was andere erschaffen haben.

Das kann jeder, dafür braucht man keine speziellen Fähigkeiten -

 

Für die aufwendigen Graffitiarbeiten jedoch schon.

 

Als ich erfuhr das meine Weiterbildung in London genehmigt ist, schaute ich direkt was in London so "geht".

 

Ich suchte nach Fotospots, und stolperte immer wieder auf die sagenhafte Graffitiszene in den Stadtvierteln Brick Lane, Camden und Shoreditch.

 

Wo genau welche Wandkunst auf einen wartet, lässt sich schwer ausmachen.

 

- Wenn du aus einem 3 Jahre alten Blog erfährst in welcher Straße das Graffiti deiner Wahl ist, kann diese schon längst Geschichte sein. Witterung und Vandalismus nagen unaufhörlich an den vergänglichen Kunstwerken -

 

Streetart London
Streetart London

 

Auch ich kann nun nicht mehr genau sagen wo ich welches Graffiti gefunden habe.

 

Die große Masse auf jeden Fall in Brick Lane und Shoreditch.

 

Die zwei Stadtviertel liegen direkt beieinander und laden zu langen Entdeckungstouren ein. Übrigens, wer sich die Zeit nicht nehmen will, oder kann:

 

Es gibt geführte Street Art Touren. Findet man bei Tripadvisor relativ einfach.

Für mich war es nichts, ich hatte meinen Spaß daran auf gut Glück loszugehen.

 

Mag sein das ich "Hotspots" dadurch nicht gesehen habe. Aber ich konnte das jeweilige Viertel besser kennenlernen. In Brick Lane und Shoreditch kommt jeder auf seine kosten der auch nur leicht Alternativ angehaucht ist.

 

Mir hat es super gefallen!

 

Camden ist vor allem für den Camden Market bekannt.

Auf unzähligen Verkaufsständen kann man handgemachte Kunst entdecken.

 

Die Street Food Szene in Camden ist die großartigste die ich jemals kennenlernen durfte.

 

Nehmt euch Zeit, sie ist gut investiert!

 

Natural History Museum London
Natural History Museum London

Aufnahmen aus dieser Location fand ich schon immer einfach nur Atemberaubend. Das Gebäude aus dem Jahre 1860 ist ein architektonischer Leckerbissen.

So war es ein absolutes MUSS dieses Museum zu besuchen.

 

Erfreulicher Weise ist der Eintritt des NHM kostenfrei. Entsprechend hoch ist das Besucheraufkommen. Tausende von Menschen wuseln durch das riesige Museum. 5 Millionen Besucher jährlich können hier 70 Millionen Exponate bestaunen.

 

Fotografieren mit Stativ ist übrigens untersagt. Und unzählige Museums Mitarbeiter achten gut darauf... (klar habe ich es ausprobiert).

 

Durch viele Einzelaufnahmen und langer Retusche ist es mir dennoch gelungen ein Bild zu erstellen wie ich es wollte.

 



British Museum London
British Museum London

Das klassizistische, 1848 fertiggestellte Museumsgebäude hat einen quadratischen Grundriss mit 3 Stockwerken und wurde von Robert Smirke entworfen.

 

Für die große Büchersammlung des Museums wurde 1857 im Zentrum des Hofs der runde Lesesaal mit einer Kuppel von 42,5 Meter Durchmesser eröffnet, entworfen von Sidney Smirke, dem jüngeren Bruder von Robert Smirke. Darum herum wurden im Hof Büchermagazine errichtet.

 

Das Dach des Innenhofes ist eine Stahl-Glas-Konstruktion, die aus 1656 Paar Glasplatten besteht und im Jahre 2000 von dem österreichischen Stahlbauunternehmen Waagner-Biro fertiggestellt wurde.

 

Der Innenhof ist mit 7.100 Quadratmetern Hoffläche der größte überdachte öffentliche Platz in Europa.

 

- Das Museum beherbergt heute etwa acht Millionen Objekte, die die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit von ihrem Anfang bis zum heutigen Tag dokumentieren -

 

Auch hier kostet der Besuch keinen Eintritt.

 

Fotografie mit Stativ ist leider auch hier untersagt. Mittels einer Langzeitbelichtung schwebte mir vor eine personenfreie Aufnahme zu erlangen, das klappte also nicht.

 

Wenn ich ehrlich bin: Kein Beinbruch.

So kommt die Größe des gigantischen Innenhofes erst zur Geltung.

British Museum London
British Museum London
Tate Britain
Tate Britain

Das Tate Britain beschäftigt sich nur mit britischer Kunst.

 

Gemälde, Drucke und Skulpturen aus 600 Jahren britischer Kunstgeschichte warten darauf entdeckt zu werden.

 

Ich habe das Museum aufgesucht da ich während meiner Recherche tolle Architekturaufnahmen des Gebäudes fand.

 

Das Gebäude wurde 1897 eröffnet, erbaut auf dem Grundstück des bis dahin größten Londoner Gefängisses.

 

Wenn ich ehrlich bin, war ich hier ein ziemlicher Kulturbanause.

Bin rein, hab meine Aufnahmen gemacht und bin weiter.. kann man mal so machen, kostet ja ebenfalls keinen Eintritt.


St. Pancras Renaissance Hotel London
St. Pancras Renaissance Hotel London

Mein Highlight:

 

Das Fünf-Sterne Hotel ist ein Zeugnis der gotischen Architektur und steht majestätisch neben dem St. Pancras Bahnhof.

 

Inspiriert von seinem Eisenbahnhintergrund, verbindet das Hotel mühelos die Vergangenheit mit der modernen Gegenwart, so dass es als eines der beeindruckendsten Hotels der Hauptstadt gilt.

 

- Der absolute Hammer ist das riesige Treppenhaus.

Ich habe noch nie etwas so schönes sehen dürfen -

 

Wenn ich geschäftlich nicht nach London gekommen wäre:

Für diese Location allein, hätte ich die Reise auf mich genommen!

 

Massenhaft strömen Selfiesüchtige zu dieser Location, und alle fliegen wieder raus.

 

Es hat mich lange Diskussionen gekostet hier Bilder machen zu dürfen..

aber nur schnell und ohne Stativ.

 

Das Treppenhaus ist grundsätzlich nur für die Hotelgäste vorgesehen..

die Nacht im Einzelzimmer fängt bei ca. 260 € an.

 

Die Aufnahmen sind nicht perfekt, aber mehr macht man aus der Hand einfach nicht. Ich hätte Stunden verbringen können an diesem wundervollen Ort.


Premier Inn London
Premier Inn London

Wenn ihr nach Treppen in London sucht, stoßt ihr schnell auf die Hoteltreppe des Premier Inn Blackfriar Hotels.

 

Die Treppe ist kein architektonisches Highlight, aber ein farbiges.

 

Fotografisch war es easy.. die Hotelgäste sind zu faul die Treppe zu nutzen, nehmen lieber den Aufzug. Gut für mich.

 

Nachhaltig begeistert mich noch immer das diese Treppe "2 Gesichter" hat. Als ich die Recherche anfing, suchte ich recht lange zwei verschiedene Treppen. Bis ich irgendwann blickte das es ein und die gleiche ist.

 



citizenM Hotel London
citizenM Hotel London

Das citizenM Hotel in London beherbergt einen echten Treppentraum.

 

In der Regel frage ich immer ob ich Aufnahmen machen darf.

So auch hier. Die Rezeption war voll, die Bar war leer.

 

- Also ran an den Tresen, nen Espresso bestellt,

und ein wenig Smalltalk mit der Bedienung -

 

Wir sind recht schnell auf das Thema Fotografie gekommen,

ich äußerte meinen Wunsch.

 

Ich möchte sagen, sie freute sich schon fast.

Es ist nicht die Regel das interessierte Fotografen nach entsprechender Erlaubnis fragen.

Viele rennen rein, holen ihren Schuss, und sind wieder weg.

 

So verhalte ich mich nunmal nicht, und werde das nie tun.

 

Wenn man sich dafür revanchieren kann, sollte man das.

 

In meinem Fall war es nur ein nettes Gespräch, ein Espresso und gutes Trinkgeld.

 


Tulip Staircase - Queens House
Tulip Staircase - Queens House

 

Inigo Jones entwarf das Haus 1616 ursprünglich für Anna von Dänemark, die Frau von König Jakob I.

 

Nach dem Tod der Königin wurde der Bau jedoch 1619 eingestellt.

1629 beauftragte Karl I. Jones, das Haus für seine Gemahlin Henrietta Maria zu vollenden.

 

Die Königin nutzte das 1635 fertiggestellte Haus als Rückzugsraum.

 

Seit 1807 diente Queen’s House als Seemannsschule. Seit 1937 ist es Teil des National Maritime Museums. In dem Gebäude werden vorwiegend Marinegemälde und Porträts von Persönlichkeiten der Seefahrtsgeschichte ausgestellt.

 

Mich zog es vorallem wegen der "Tulip Stair" ins Queens House.

 

Es ist übrigens die erste selbsttragende Wendeltreppe Großbritaniens.

 

Und Sie ist wunderschön, stimmts?

 

Nach dem Besuch der Treppe bin ich nebenan ins National Maritime Museum.

 

Wirklich sehenswert und genauso wie das Quenns House: Kostenfrei.

 

Hide Restaurant Staircase London
Hide Restaurant Staircase London

Der aktuelle HotSpot für Treppenliebhaber:

 

Das Hide Restarant am Piccadilly.

 

Es regnete in Strömen, als ich endlich das Restaurant fand war ich nass wie ein begossener Pudel.

 

Ich öffne die Türe, und stehe direkt vor dem Platzeinweiser.

 

A: Guten Tag, haben Sie reserviert?

 

Ich: Nein, leider nicht. Und wenn ich ehrlich bin, ich bin nur hier um Ihre Treppe zu fotografieren, ist das möglich?

 

A: Ah, ein Fotograf, das freut uns. Sie sind willkommen, natürlich dürfen Sie das, darf ich ihnen solange ihren Rucksack abnehmen?

 

-

 

Ja, was soll ich sagen. Da gingen die Glücksgefühle durch.

Und weil sich eh gerade der kleine Hunger meldete, kehrte ich gleich ein.

 

Wunderbares Essen, stilvolles Ambiente, einen Treppentraum direkt im Blick. Wie schön :)

Hide Restaurant Staircase London
Hide Restaurant Staircase London
fck boris - Protestbewegung
fck boris - Protestbewegung

"Fuck Boris, fuck the Government"

Ich sitze vorm Pub, und trinke mein Ale.

Ich höre die rufe, das trillern von Pfeifen.

 

"Fuck Boris, fuck the Government"

Rufen die das echt? Find ich gut.

 

Schnell ausgetrunken, bezahlt, und ab zur Kundgebung.

Ein paar hundert Protestanten versammelten sich um ihren Unmut über Boris Johnsons Politik preiszugeben.

 

Wer gegen Europa, Gleichheit und Freiheit ist, der ist gegen mich.

 

Das ich mir die Proteste nur Anschaue, kam mir nicht in den Sinn.

Ich musste mitlaufen.

Ich stellte fest das der Protestzug sich gerade erst formierte.

Wir liefen durch das Zentrum Londons und gaben unsere Meinung kund.

 

Am Ende waren wir 12.000 Personen.

 

Für mich ein tolles, wichtiges und vorallem ergreifendes Erlebnis.

 

Ein guter Abschluss für meine Woche in London. Ich werde wiederkommen. Wenn du Tipps für meinen nächsten Besuch hast, Lob oder Kritik zum Blog loswerden möchtest:

Benutze gerne die Kommentarfunktion am Ende des Blogs.


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